Der Tag fing schon gut an. Freudestrahlend kam der Celler "Fun-Runner" Manfred McAulay an den Frühstückstisch - zwar eine halbe Stunde zu spät, aber immerhin. Er habe, erzählte er, beim Auspacken seines Koffers ein schön eingepacktes Päckchen gefunden. Natürlich habe er es ausgepackt. Und es war eine Uhr mit Lauf-Motiven auf Ziffernblatt und Armband mit dem passenden Namen "Marathon". Auch ein Zettel lag dabei: Von seiner Frau und den Kindern.
Erst
ein dezenter Hinweis auf seinen anstehenden Geburtstag am Tag des Marathonlaufs
brachte ihn darauf, daß er sein Geschenk vielleicht ein wenig zu früh
ausgepackt haben könnte. Sein Wiegenfest hatte er schlicht verdrängt.
Nichts desto trotz freute er sich sehr über die Uhr, aber der Spott
der Mitläufer verfolgte ihn den gesamten Tag. Der wurde teilweise auf
der Fähre zwischen Manhattan und Staten Island verbracht, mit tollem
Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline des "Big Apple", wie sich
New York gerne selber nennt. Nach einem gemütlichen Bummel durch ein
größeres Einkaufszentrum folgte dann aber der Höhepunkt
sicherlich des gesamten Aufenthaltes: Der Besuch des World Trade Centers
und der Aussichtsplattform in rund 400 Meter Höhe. Was sich dem geneigten
Betrachter in der beginnenden Dämmerung bot, war schlichtweg umwerfend. |
Rund 30 000 Läufer werden mor- gen beim New York Marathon an den Start gehen. - Foto: Bongarts |